Prävention von Social Media Risiken am Studienkolleg St. Johann Blönried
Das Studienkolleg St. Johann Blönried setzt auf Prävention von Social Media Risiken. Ein Schritt in die richtige Richtung, um junge Menschen zu schützen.
Vor kurzem saß ich in einem Seminarraum am Studienkolleg St. Johann Blönried, um einer Präsentation über die Gefahren von Social Media zu lauschen. Die Ausführungen waren durchaus eindringlich, und ich konnte nicht umhin, über die unzähligen Anfragen nachzudenken, die täglich an uns alle gerichtet werden. Eine der ersten Folien zeigte ein Bild von einem Smartphone, dessen Bildschirm leuchtete wie ein Neonreklame – ein passendes Bild für eine Technologie, die oft mehr Schatten als Licht wirft.
Gerade in einem Umfeld, in dem junge Menschen auf die Herausforderungen des Studiums vorbereitet werden, ist das Thema der Social Media-Prävention von großer Bedeutung. Die Vortragende, eine Fachkraft im Bereich Medienkompetenz, skizzierte die Gefahren: Online-Mobbing, unrealistische Ideale und der ständige Druck, immer verfügbar und perfekt zu sein. Gelegentlich musste ich schmunzeln, als sie die Idee eines „digitalen Detox“ vorstellte – eine Art Kur für das Smartphone-Gadget, die sich so sehr anhörte wie die unbequemen Entschlüsse, die wir alle während der Neujahrsvorsätze fassen.
Die Diskussion drehte sich bald um die Frage, wie wir in einer Welt, die immer vernetzter wird, eine Balance finden können. Das Studienkolleg setzt dabei auf verschiedene Strategien. Workshops zur Stärkung der Medienkompetenz gehören ebenso dazu wie ein offenes Ohr für die Sorgen der Studierenden. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass ein wenig Aufklärung über die Mechanismen der Plattformen mehr bewirken könnte als das Verbot von Handys während der Unterrichtsstunden. Wer könnte es uns verdenken, dass wir mit unseren Geräten mehr Zeit verbringen wollen als mit den alten, verstaubten Lehrbüchern?
Ein leicht ironischer Gedanke schlich sich in mein Bewusstsein: Wäre es nicht ironisch, wenn wir unsere Klienten darüber aufklären, wie sie sicher mit Social Media umgehen, während wir selbst alle fünf Minuten unsere Benachrichtigungen prüfen? Der Präsentation folgte eine lebhafte Diskussion, die das gesamte Spektrum der Themen abdeckte. Ein Kollege brachte es auf den Punkt: „Wenn wir darüber sprechen, sollten wir nicht nur die Risiken aufzeigen, sondern auch die Chancen.“
Die Studenten, die in der ersten Reihe saßen und gebannt in ihre Smartphones schauten, waren eine ständige Erinnerung daran, dass wir in einer digitalen Ära leben. Es ist eine Zeit, in der die Unsichtbarkeit oft das größte Risiko darstellt. Und obwohl wir nicht alle Antworten haben, ist die Bemühung, junge Menschen auf die Herausforderungen vorzubereiten, ein Schritt in die richtige Richtung.
Schließlich stellte ich mir vor, wie diese Gespräche in der Zukunft weitergeführt werden könnten. Vielleicht werden sie irgendwann nicht mehr nötig sein, wenn die nächsten Generationen mit einem gesunden Maß an Skepsis gegenüber der digitalen Welt aufwachsen. Und das wäre in der Tat eine Transformation, die jeder von uns begrüßen würde.
Wenn ich das so betrachte, speist sich aus der ironischen Diskrepanz zwischen unserem Wissen und unserem Handeln eine gewisse Hoffnung. Vielleicht ist das gerade die Art von Vorbild, die es braucht: Menschen, die im ständigen Dialog befindlich sind und sich bewusst den Herausforderungen der digitalen Welt stellen, ohne den Mut zu verlieren.